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Die verlorene Fahrkarte

Lesestufe: Anspruchsvoll Thema: Unterwegs ca. 5 Min.

Auf dem Weg zum Museum fehlt plötzlich die Fahrkarte. Statt Panik hilft ein ruhiger Plan.

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Die Klasse 4b fährt mit dem Zug ins Naturmuseum. Frau Aeschlimann hat allen Kindern erklärt, dass sie ihre Fahrkarte bis zur Rückkehr aufbewahren müssen.

Kurz vor Basel kontrolliert Herr Moser noch einmal, ob alle ihr Ticket haben.

Als Leila in ihre Jackentasche greift, findet sie nur ein Taschentuch und zwei Bonbonpapiere.

Sie sucht im Rucksack. Nichts.

„Meine Fahrkarte ist weg“, flüstert sie.

Sofort schiessen ihr hundert Gedanken durch den Kopf. Vielleicht muss sie aussteigen. Vielleicht gibt es Ärger. Vielleicht hat sie das Ticket schon auf dem Perron verloren.

Herr Moser setzt sich neben sie. „Wir machen zuerst langsam. Wo hattest du die Karte zuletzt?“

Leila erinnert sich: Beim Einsteigen hatte sie das Ticket Jonas gezeigt, weil sein Ticket anders aussah.

„Danach habe ich mein Buch aus dem Rucksack genommen.“

Sie öffnen den Rucksack noch einmal. Herr Moser nimmt nichts heraus, sondern fragt nur: „Welche Dinge hast du seitdem benutzt?“

Leila holt das Buch hervor. Kein Ticket.

Dann das Etui. Nichts.

Schliesslich zieht sie ihren kleinen Notizblock heraus. Zwischen zwei Seiten steckt die Fahrkarte.

Leila atmet so kräftig aus, dass Jonas gegenüber grinst.

„Ich wollte sie wohl sicher aufbewahren“, sagt sie.

„Das ist dir gelungen“, antwortet Herr Moser. „Fast zu gut.“

Später im Museum sehen sie ein riesiges Dinosaurierskelett. Doch Leila erzählt zu Hause zuerst von der verlorenen Fahrkarte.

„Und was hast du gemacht?“, fragt ihre Mutter.

„Nicht wild gesucht“, sagt Leila. „Wir haben überlegt, was ich zuletzt gemacht habe.“

Sie legt die Fahrkarte auf den Küchentisch.

„Die behalte ich.“

„Als Erinnerung ans Museum?“

Leila schüttelt den Kopf. „Als Erinnerung daran, zuerst zu denken und dann zu suchen.“